Nachtschicht verbraucht aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, TCM, die Energiereserven (Essenzen).
Der Ruhepool im Körper kommt aus dem Gleichgewicht und es kann zu Unruhe, Schlaflosigkeit und Erschöpfung führen,
weil man nicht mehr so belastbar ist. Natürlich gibt es Menschen, die damit besser zurecht kommen und andere,
die leichter Beschwerden entwickeln. Auf lange Sicht gesehen ist Nachtschicht aber auf jeden
Fall schwächender als eine Arbeit zur normalen Arbeitszeit.
Am besten wäre es natürlich, nicht in der Nachtschicht zu arbeiten, wenn dies aber
nicht möglich ist, wäre es gut, zum Beispiel Qi Gong zu betreiben. Beim Qi Gong kommt man durch kontinuierliches Training dazu, sich wieder in seine Mitte zu bringen,
zur Ruhe zu kommen und durch bestimmte Übungen kann man auch Energie über die
Atmung aufnehmen und so seine Energiereserven auffüllen. Wenn es zu stärkeren
Beschwerden kommt, sollte man die Energiereserven durch chinesische Kräuter, die
das Nieren Yin, das aus chinesischer Sicht die Energiereserven repräsentiert, nähren.
Lang anhaltende Nachtschichten sind besonders für Frauen gesundheitsschädigend.
Denn der weibliche Rhythmus wird durcheinander gebracht. Die “Tage” müssen auch die
Tage bleiben. Das Nieren Yin ist besonders wichtig für die Fruchtbarkeit.
Vielleicht ist auch das ein Grund, warum die wenigsten Frauen im ersten halben Jahr
nach der Geburt eines Kindes wieder schwanger werden. Die meisten Folgekinder
werden nach einem Jahr gezeugt, obwohl die Follikelreifung schon wenige Wochen nach
der Geburt wieder einsetzt.
Was können wir noch tun, bei gestörter Nachtruhe?
Wenig, oder noch besser, keinen Kaffee, besser stilles klares Wasser.
Bei Müdigkeit Dehnungsübungen zusätzlich zum regelmäßigen Qi Gong.
Zwischen 2 -3 Uhr morgens ist die Konzentrationsfähigkeit am geringsten,
da eine Pause einplanen.
Wenn sie nachts essen müssen, nur leicht verträgliche Kost.
Soviel zum Thema Schwarzwälderkirschtorte :-)
Wobei, 20 % Genuss erlaubt die TCM. Besser wäre jedoch
Hirse-Buchweizen-Brei.
Tagsüber in abgedunkelten Räumen schlafen und Lärm
ausgrenzen.
Nach der letzten Nacht, tagsüber keine großen Anstrengungen, Mittagsruhe gönnen
und abends ins Bett gehen - möglichst vor der Zeit des Arbeitsbeginns.
In den Tagen des Nachtdienstes keine Doppelbelastungen.
Die Elternzeit für Angestellte macht also auch gesundheitlich wirklich Sinn.
Wenn die Nachtschicht allerdings regelmäßig erfolgt, gewöhnt sich
der Körper meistens daran. Wenn nicht, hilft natürlich die TCM mit
Akupunktur und Tuina-Massagen.
So, jetzt ist das Baby wach und ESSEN…. :-)
Allen Nachteulen noch eine wunderschöne Nacht.